Mehrfachblitzen
Für jede Tiefenschärfe das richtige Licht
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Wenig Tiefenschärfe beim Blitzen mit Einfachblitz |
Das Problem ist bekannt: Um genügend Tiefenschärfe zu bekommen, müssen Sie eine kleine Blende nehmen, das Licht reicht aber vorne und hinten nicht aus. Abhilfe schafft hier das Mehrfachblitzen. "Feuern" Sie mehrere Einzelblitze auf das Objekt und Sie haben auch bei kleiner Blende noch genügend Licht um die gewünschte Tiefenschärfe zu bekommen.
Mehrfachblitzen bietet sich auch dann an, wenn Sie z.B. ein Deckengemälde in einer Kathedrale fotografieren möchten, das sich zwölf Meter über Ihnen befindet. Unter normalen Umständen dürfte die Leistungsfähigkeit Ihres Blitzgerätes zu gering sein. Bei statischen Motiven, wie hier dem Deckengemälde können Sie das Manko der zu kleinen Leitzahl ausgleichen, indem Sie mehrere Einzelblitze auf das Objekt "abfeuern".
Angenommen, Ihr Elektronenblitzgerät arbeitet mit der Leitzahl 32 und Sie verwenden einen Farbfilm der Empfindlichkeit ISO 100/21°. Stellen Sie zunächst die Leitzahl fest, die Sie eigentlich für die Aufnahme in 12 m Höhe bräuchten. Dazu wählen Sie z.B. Blende 5,6 als Ausgangsblende: Blende 5,6 x 12 m = Leitzahl 67. Errechnen Sie jetzt die Anzahl der auszulösenden Blitze gemäß der nachstehenden Formel:
Anzahl der Blitze = (Wunschleitzahl) : (vorhandene Leitzahl) = 67^2 : 32^2 = Blitze
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Wenn die Lichtleistung Ihres Blitzgerätes nicht ausreicht, so hilft häufig "Mehrfachblitzen". |
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"Feuern" Sie mehrere Blitze gegen die Decke, die daraufhin ihre Strukturen zeigt. |
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Blitzen mit Mehrfachblitz: durch "mehr" Licht ist die gewünschte Tiefenschwärfe vorhanden |
Sie müssen also zur Belichtung einer einzigen Aufnahme 4 Blitze mit voller Lichtleistung fächerartig gegen die Decke abschicken. Dabei muss Ihre Kamera mit geöffnetem Verschluss auf einem Stativ befestigt sein, um Verwacklungen zu vermeiden.
Arbeiten Sie mit einem extrem leistungsschwachen Blitzgerät, dann empfehlen wir Ihnen den Einsatz des Metz Power Pack. Durch seinen Hochleistungsakku erhöht er die Blitzanzahl auf mehr als das Dreifache.
Ist das Aufnahmeobjekt sehr hell oder sehr dunkel, so empfiehlt es sich, eine Blendenreihe im manuellen Betrieb zu "schießen", also zusätzlich jeweils eine Aufnahme mit einer kleineren und eine Aufnahme mit einer größeren Blende.





